Brustkrebs
Die Diagnose „Brustkrebs“ trifft jedes Jahr 59.000 Frauen. Sie löst Angst, Ohnmacht und Ratlosigkeit aus und wirft viele Fragen auf: „Wie soll es jetzt weitergehen?“ und „Habe ich etwas falsch gemacht?“ Leider ist trotz intensiver Forschung bis heute nicht eindeutig geklärt, wie Brustkrebs entsteht. Es existieren allerdings Risikofaktoren wie bestimmte Lebensgewohnheiten, genetische Einflussfaktoren, ein bestimmtes Generationsverhalten, Umweltfaktoren und hormonelle Einflüsse, die eine Entstehung begünstigen können.
Entstehung von Brustkrebs
Warum Brustkrebs bei einigen Frauen entsteht und bei anderen nicht, konnte bisher nicht eindeutig erklärt werden. Es gibt jedoch bestimmte Risikofaktoren, die die Entstehung fördern. Diese lassen sich in nicht beeinflussbare – wie genetisch bedingte Risikofaktoren – und beeinflussbare – wie Umweltfaktoren, Lebensgewohnheiten, Generationsverhalten und hormonelle Einflüsse – einteilen.
Genetische Einflussfaktoren
Familiärer Brustkrebs ist nur für fünf bis zehn Prozent aller Brustkrebserkrankungen verantwortlich. Heute sind verschiedene Gene bekannt, die bei Frauen mit Brustkrebs verändert sind. Verwandte ersten Grades von Betroffenen, die diese veränderten Gene besitzen, haben ebenfalls ein höheres Risiko, an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken. So sind beispielsweise Frauen, deren Mutter oder Schwester vor dem 40. Lebensjahr an Brustkrebs erkranken, stärker gefährdet als die übrige Bevölkerung. Außerdem haben Frauen, die bereits an Brustkrebs einer Brust erkrankt waren, gegenüber gesunden Frauen ein höheres Risiko, Brustkrebs in der anderen Brust zu bekommen. Darüber hinaus kommen einige Erbgutveränderungen bei bestimmten ethnischen Gruppen häufiger vor. Fragen Sie Ihren Arzt, ob eine genetische Untersuchung in Ihrer Familie sinnvoll ist.
Generationsverhalten
Als Risikofaktoren für die Entstehung von Brustkrebs gelten:
- Periode vor dem 13. Lebensjahr (frühe Menarche)
- Wechseljahre nach dem 52. Lebensjahr (späte Menopause)
- Kinderlosigkeit oder höheres Alter bei erster Geburt (älter als 30 Jahre)
- keine bzw. geringe Stillzeiten
