Rehabilitation und Nachsorge

Jede Krebspatientin sollte klären, ob sie nach der Erkrankung für drei bis vier Wochen eine Rehabilitationsbehandlung wahrnehmen kann. Die Reha zählt heute zur Standardtherapie, auf die jede Betroffene Anspruch hat. Neben Musik-, Bewegungs- und Gesprächstherapien bieten sich der Patientin viele Möglichkeiten, die Belastungen der Krebsdiagnose und -behandlung zu verarbeiten. Der Aufenthalt kann helfen, gewünschte Verhaltensänderungen einzuüben und erfolgreich ins tägliche Leben zu integrieren.

Die Rehabilitation nach einer Krebserkrankung ist heute in Deutschland ein Bestandteil der Standardtherapie, auf die jede Krebspatientin einen Anspruch hat. In der Regel werden in einem drei bis vierwöchigen Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik verschiedene Therapien, wie zum Beispiel Musik-, Bewegungs- oder Gesprächstherapie angewandt. Diese sollen der Patientin helfen, ihre alte Leistungsfähigkeit wieder zu erlangen und damit den Reintegrationsprozess zu beschleunigen.

Neben diesen Aktivitäten zur körperlichen, geistigen und seelischen Erholung ergibt sich für die Brustkrebspatientin, die zu Hause in der Familie häufig Doppelbelastungen ausgesetzt ist, die Möglichkeit, in Ruhe die Belastungen der Krebsdiagnose und -behandlung zu verarbeiten. Dieser Aufenthalt kann helfen, geplante Verhaltensänderungen einzuüben, um sie dann erfolgreich ins eigene Leben zu integrieren.

Die Wahl der Rehabilitationsklinik ist in der Regel durch die Krankenkassenzugehörigkeit beschränkt. In verschiedenen Bundesländern gibt es Einrichtungen, die die Zuordnung der Patienten zu den Rehabilitationseinrichtungen treffen. Ist eine Spezialisierung für die Patientin erforderlich, ist dies durch eine Bescheinigung des behandelnden Arztes zu dokumentieren. Es ermöglicht ihr, eine unabhängige Auswahl zu treffen.

Für die Patientin ist es in jedem Fall empfehlenswert, sich an der Wahl der Einrichtung zu beteiligen. Auch die Lage der Klinik muss bedacht werden. Viele Einrichtungen liegen in einer Mittelgebirgslage und nur wenige an der See. Für Patientinnen mit zusätzlichen Bewegungseinschränkungen, beispielsweise durch Gelenk- oder Herzbeschwerden, ist es ratsam, eine Rehabilitationsklinik in ebener Lage aufzusuchen.

Viele Patientinnen haben Bedenken, diese weitergehende Therapie anzunehmen. Sie wollen ihrer Familie nicht noch mehr aufbürden oder haben Angst, durch den erneuten Kontakt mit Krebspatienten wieder in eine negative Stimmung zu geraten. Bevor sie sich entscheiden, sollten sie sich über die passenden Einrichtungen informieren und mit ihren behandelnden Ärzten über diese Maßnahme sprechen.

Reha und Nachsorge - schwimmen

Nach einer Brustkrebserkrankung sind regelmäßige medizinische Kontrolluntersuchungen besonders wichtig. Ein Hauptziel der Nachsorge besteht darin, einen Rückfall (Rezidiv) möglichst frühzeitig erkennen und behandeln zu können sowie Komplikationen vorzubeugen. Es geht aber auch darum, der Patientin eine optimale Begleitung zu bieten und sie bei ihrem individuellen Weg mit der Erkrankung und bei deren Bewältigung zu unterstützen. In den ersten drei Jahren sind die Kontrollen engmaschig und finden vierteljährlich statt – später werden die Abstände größer.

Nachsorgekalender