Therapie
Eine endgültige Brustkrebs-Diagnose steht meist innerhalb von wenigen Tagen, spätestens nach einer Woche fest. Sie löst häufig einen Schock aus. Die Phase der Ohnmacht gilt es zu überwinden und wieder zu sich zu finden. Dabei hilft es Patientinnen, sich Zeit zu nehmen, um Informationen zu sammeln. Der Arzt entscheidet aufgrund des Stadiums der Erkrankung welche Therapie für die Patientin sinnvoll ist: Nach einer operativen Entfernung des Tumors folgt häufig eine Strahlen-, Chemo-, Hormon- oder Antikörpertherapie. Ziel dieser unterschiedlichen Therapien ist es, alle möglichen, noch im Körper vorhandenen Krebszellen zu zerstören, so dass ein erneutes Auftreten oder Fortschreiten der Krankheit verhindert wird.
Welche Therapien stehen zur Verfügung?
Für eine möglichst optimale Behandlung sind zunächst eine Reihe weiterer Voruntersuchungen notwendig, um genau zu wissen, wie weit der Krebs sich ausgedehnt hat. Je genauer die Festlegung des Stadiums, desto besser kann auch anschließend die Therapie geplant werden. Die Therapie des Brustkrebses erfolgt stadienadaptiert. Das heißt, wenn das genaue Stadium mittels der genannten Untersuchungsmethoden feststeht, können die Therapieschritte festgelegt werden.
Frühes Stadium
Hier werden nach einer operativen Entfernung des bösartigen Tumors meist Strahlentherapie, Chemotherapie, Antihormonbehandlung oder Antikörpertherapie kombiniert.
Fortgeschrittenes Stadium
Auch hier erfolgt zunächst ein operativer Eingriff. Im Anschluss wird meist Chemotherapie in Kombination mit einer Strahlen-, Antihormon- bzw. Antikörpertherapie gegeben.
Metastasiertes Stadium
Heilung ist im metastasierten Stadium zurzeit nicht zu erreichen. Durch den Einsatz moderner Therapieoptionen lässt sich Brustkrebs aber häufig über lange Zeit kontrollieren – man spricht auch von einer Chronifizierung der Erkrankung. Darüber hinaus wird in diesem Stadium versucht, durch einen möglichst schonenden Einsatz der Therapieverfahren eine anhaltende, stabile Lebensqualität für die Patientin herzustellen.
