Projekte
„Wie sage ich es meinen Liebsten?“ Neue Broschüre für Brustkrebspatientinnen
Gerade in Krisenzeiten brauchen wir die Unterstützung von lieben Menschen wie Familienangehörigen und Freunden, Nachbarn oder Arbeitskollegen. Etwa 57.000 Frauen erkranken in Deutschland jährlich an Brustkrebs. Die meisten stehen dann vor der Herausforderung, ihre Liebsten über die Diagnose zu informieren. Doch ausgerechnet diesen Menschen eine schlimme Nachricht wie die der eigenen Brustkrebserkrankung zu unterbreiten, empfinden viele als sehr schwierig. Vielleicht möchte man sie schonen, hat Angst, sie zu verlieren, oder fürchtet eine Veränderung in der Beziehung.
Viele betroffene Frauen folgten dem Aufruf, ihre Erfahrungen mit diesem Thema aufzuschreiben. Auf sehr persönliche und bewegende Weise schildern sie, wie sie ihren Angehörigen von der Brustkrebsdiagnose erzählt haben und welche Hemmnisse und Schwierigkeiten, aber auch schönen Momente es dabei gab. Ergänzend gibt die Psychoonkologin Dr. med. Andrea Petermann-Meyer wertvolle Hinweise für diese schwierigen Gespräche und geht auf Besonderheiten unterschiedlicher Ansprech- partner wie Kinder, Eltern, Freunde oder Arbeitgeber und Kollegen ein.
Allen Ratsuchenden Hilfestellung zu geben für das Gespräch mit den Liebsten, ist das Anliegen dieser Broschüre. Jedoch: Die eine „richtige“ Art und Weise „es“ zu sagen gibt es nicht. Jede betroffene Frau muss ihren individuellen und passenden Weg finden, ihren Liebsten diese schwere Nachricht zu überbringen.
„Meine Schokotasche“
Das Projekt „Meine Schokotasche“ wurde 2009 ins Leben gerufen und mit großem Erfolg durchgeführt. Das Taschen-Bastelset, das kostenlos angefordert werden konnte, motivierte Brustkrebs- patientinnen und ihre Kinder zu einer neuen Form der Auseinander- setzung mit der Erkrankung und stärkte den gegenseitigen Austausch auf spielerische Weise. Vom 30. März bis 09. Mai 2010 wurden einige der dabei entstandenen Taschen im Schokoladenmuseum Köln ausgestellt.
„Lebensbilder“
Im Jahr 2006 beteiligten sich über 70 an Brustkrebs erkrankte Frauen an dem Buchprojekt „Lebensbilder“. Die eingesandten privaten Fotos mit persönlichem Kommentar der Frauen geben einen intensiven Einblick in ihr Gefühlsleben. Auch Angehörige und Freunde, denen in schwierigen Zeiten eine ganz besonders wichtige Rolle zukommt, sind in dem Bildband verewig.
„Gedanken zu Brustkrebs“
Frauen in ganz Deutschland waren 2004 aufgerufen, ihre Gedanken zu Brustkrebs festzuhalten, sei es als Tagebucheintrag, Brief, Essay, Gedicht oder in einem Bild. Die von einer Jury ausgewählten Beiträge wurden Anfang 2006 in dem Dokumentationsband „Gedanken zu Brustkrebs“ veröffentlicht.
Telefonaktion zu den Expertentagen
Anlässlich des Brustkrebsmonats Oktober 2004 war beim Krebsinformationsdienst KID des Deutschen Krebsforschungs-zentrums in Heidelberg an drei Tagen eine telefonische Hotline zum Thema „Knochenmetastasen bei Brustkrebs“ geschaltet. Betroffene und Interessierte konnten sich hier Informationen über dieses wichtige Thema einholen.
Du bist nicht allein
Ob Angehöriger, Freundin oder Arzt – in einem Fotohäuschen konnten sich 2004 all diejenigen ablichten lassen, die Patientinnen Mut machen wollten.
„Ich wünsche...“
Jeweils samstags gegen 14.00 Uhr wurden rosa Luftballons in die Luft entsandt, an die Karten mit Wünschen für eine Betroffene angehängt waren. Das konnte die Mutter, die Freundin oder die Wunschkartenschreiberin selber sein.
