Fett ist nicht gleich Fett

von Silke Zur

Fett liefert unserem Körper lebensnotwendige Fettsäuren und schützt unsere inneren Organe. Dabei hält es unseren Körper warm und trägt zur Aufnahme sogenannter fettlöslicher Vitamine wie Vitamin A, D, E und K bei. Aber nicht nur mehr oder weniger unbemerkt im Körper, sondern auch mit unseren Sinnen nehmen wir Fett wahr, vor allem über das Schmecken.

Als Geschmacksträger ist es wichtig für den Genuss der Speisen, die wir tagtäglich zu uns nehmen. Jedoch sollten wir auf Art und Menge der Fette achten. Grundsätzlich kann man zwischen den „guten“ und den „schlechten“ Fetten unterscheiden.

Das „gute“ Fett ist, wie der Name schon verrät, besser und vor allem gesünder für unseren Körper. Es senkt den Cholesterinspiegel und ist teilweise sogar lebensnotwendig, weil wir ohne diese Art von Fett keine ungesättigten Fettsäuren herstellen können.

Aber wo kann man „gutes“ Fett finden? Es versteckt sich besonders in pflanzlichen Ölen, z.B. Raps- oder Olivenöl, in Nüssen, Kernen oder Samen oder auch fettreichen Fischen wie Wildlachs, Hering oder der Makrele. Auch Gemüsearten wie Avocado oder Oliven und die mediterrane Kost im Allgemeinen können uns mit guten Fetten versorgen. Diese Fette stellen eine lebenswichtige Energiequelle da und sollten je nach Krebserkrankung auch vermehrt verzehrt werden.  Möglicherweise empfiehlt der Onkologe, die Fettzufuhr solcher gesunden Fette zu erhöhen – zum Beispiel bei therapiebedingtem Gewichtsverlust.

Zur Gruppe der guten Fette gehören auch die Fettsäuren w-3 und w-6, die wichtige Teile unserer Zellmembran sind und den Körper bei Aktivitäten wie der Regulierung des Bluthochdrucks helfen. W-3-Fettsäuren wirken nicht nur entzündungshemmend, sondern können generell die Lebensqualität steigern.

Ernährungsberatung

Über die Autorin

Silke Zur ist staatlich anerkannte Diätassistentin. Zusätzlich absolvierte sie Abschlüsse als Präventionsmanagerin und Diabetesassistentin. Seit 2013 ist sie als Diätassistentin im Ambulanten Therapiezentrum Magdeburg und beim Ernährungsteam der Strehlow GmbH angestellt. Nebenbei leitet Silke Zur Kochkurse für die Krebsgesellschaft Sachsen Anhalt e.V., ist als Dozentin an der ZAW/IHK Leipzig tätig und unterstützt ehrenamtlich im Berufsverband der Diätassistenten e.V. die Fachgruppe Onkologie.

Das Rezept zum Tipp:
Tomatenaufstrich

Zutaten (für 4 Personen)
  • Eine Handvoll getrocknete Tomaten
  • 125 g Pflanzenfett
  • 125 g Magerquark
  • 80 g Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer, Basilikumblätter, Chili, ggf. Kräuter der Provence

Schritt 1
Die getrockneten Tomaten etwa zehn Minuten in Wasser einweichen und ausgedrückt in eine hohe Schüssel geben.

Schritt 2
Das Fett im Topf erwärmen, kurz abkühlen lassen und mit den restlichen Zutaten zu den Tomaten geben.

Schritt 3
Mit einem Passierstab alles fein pürieren und in Schraubgläser füllen.

Der Tomatenaufstrich hält sich im Kühlschrank etwa vier Tage.

Quellen

Erickson et al.2017

Arends et al. 2015