Fruchtige Helfer für die Gesundheit

von Silke Zur

Eine obst- und gemüsereiche Ernährung ist sehr gesundheitsfördernd. Gerade ein „bunter“, vielseitiger Verzehr unterschiedlicher Arten, die sogenannte botanische Vielfalt, begünstig eine positive Wirkung auf die Gesundheit.

Neben vielerlei Geschmackserlebnissen liefert uns Obst tolle Inhaltsstoffe, wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, verschiedenste sekundäre Pflanzenstoffe sowie Ballaststoffe. Der Wasseranteil ist hoch, der Fettanteil ist mit Ausnahme von Avocados und Nüssen sehr gering.

Die Obstfamilie

Täglich sollten es zwei Portionen Obst sein, die eigene Handgröße ist ein gutes Maß. Bei Kernobst, Steinobst, Schalenobst sowie bei den Exoten und Zitrusfrüchten ist eine „Handvoll“ eine Portionsgröße,  beim Beerenobst dagegen können wir großzügiger sein. In diesem Fall gelten zwei Hände als eine Portion.

Eine Portion Obst kann auch durch einen Smoothie oder ein Glas Obstsaft (Fruchtanteil 100 %) ausgetauscht werden. Trockenfrüchte und Nüsse (ungesalzen und ungeröstet) gelten ebenfalls als eine Portion. 

Am besten trifft man täglich aus den verschiedenen Obstarten seine Wahl:

  • Kernobst: Äpfel, Birnen, Quitten und Wildfrüchte
  • Steinobst: Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche, Nektarinen und Aprikosen
  • Beerenobst: Stachelbeeren, Johannisbeeren, Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren
  • Schalenobst: botanischer Begriff für Nüsse
  • Exoten  und Zitrusfrüchte: Zitrone, Ananas, Kiwi, Mango, Papaya oder Banane

Richtig kaufen, richtig lagern

Sogenannte Saisonkalender machen Angaben zu den regional, aktuell wachsenden Obst-und Gemüsesorten, deren Einkauf sich aufgrund reduzierter Lieferwege positiv auf die Umwelt auswirken und bei der Auswahl helfen kann. Damit Sie länger von den guten Früchten genießen können, ist zudem eine optimale Lagerung wichtig.

Kälteempfindlich sind: Ananas, Apfel (Verbrauch < 7 Tage), Banane, Grapefruit, Mandarine, Mango, Orange, Papaya, Melone, Wassermelone, Zitrusfrüchte. Sie gehören nicht in den Kühlschrank.

Getrennte Lagerung: Äpfel, Birnen, Nektarinen, Papaya und Pfirsiche geben während der Reifung Gase ab, die andere Obst- und Gemüsesorten schneller verderben lassen, und sollten daher getrennt gelagert werden.

Ernährungsberatung

Über die Autorin

Silke Zur ist staatlich anerkannte Diätassistentin. Zusätzlich absolvierte sie Abschlüsse als Präventionsmanagerin und Diabetesassistentin und ist Fachkraft für enterale und parenterale Ernährung VDD. Sie arbeitet in der Arbeitsgruppe junge Erwachsene mit Krebs und familiäre Angehörige bei der Studie CARE FOR CAYA am Universitätsklinikum Magdeburg mit. Seit 01.03.2019 hat sie eine eigene Praxis „Bildung ZUR Gesundheit". Silke Zur leitet Kochkurse für die Krebsgesellschaft Sachsen Anhalt e.V., ist als Dozentin für Therapeuten- und Pflegeteams tätig und unterstützt ehrenamtlich im Berufsverband der Diätassistenten e.V. die Fachgruppe Onkologie.

Das Rezept zum Tipp:
Blaubeeren-Birnen Joghurt

Zutaten
  • 2 EL Ahornsirup
  • 2 EL Limettensaft
  • 1 Birne
  • 250 g Blaubeeren
  • 80 g Cornflakes oder Dinkelflakes
  • 150 g Naturjoghurt (stichfest)
  • 1 Vanilleschote
  • 1 EL Zucker
  • 30 g Kokosraspeln
  • 6 Minzblätter

Schritt 1
Die Birne waschen, halbieren entkernen und anschließend in Scheiben schneiden. Blaubeeren waschen und abtropfen. 

Schritt 2
Ahornsirup und Limettensaft verrühren und mit den Blaubeeren und der Birne vermengen. 

Schritt 3
Joghurt mit der Vanilleschote, dem Zucker und den Kokosraspeln verrühren.

Schritt 4
In die vier Gläser abwechselnd die Früchte und die Flakes schichten, Joghurtcreme zum Schluss oben aufschichten und mit den Minzblättern garnieren.