Trinken Sie richtig!

von Silke Zur

Da unser Körper zu 70 Prozent aus Wasser besteht, sollten wir dafür sorgen, dass es auch so bleibt. Denn schon bei einem Wasserverlust von nur ein bis fünf Prozent unseres Körpergewichts, machen sich die ersten Symptome wie Mundtrockenheit, Unwohlsein, Appetitlosigkeit, Unruhe, erhöhte Pulsfrequenz, aber auch Kopfschmerzen oder Abnahme der Konzentration und Leistungsfähigkeit bemerkbar.

Ein Wasserdepot an einer Körperstelle haben wir nicht. Die Flüssigkeit steckt in unseren Körperzellen und im Blutkreislauf. Unser Körper benötigt Flüssigkeit als Lösungsmittel und als Transportmedium für Nährstoffe, Hormone oder Enzyme oder für die Abbauprodukte nach Stoffwechselprozessen. Die Flüssigkeit versorgt unser Gewebe und die Haut ständig mit Feuchtigkeit und hält unsere Körpertemperatur konstant.

Isst man nach den Ernährungsempfehlungen täglich ausreichend Gemüse und Obst, Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Getreide, kommt man in etwa auf eine Menge von 800-900 ml Flüssigkeit alleine durch feste Nahrungsmittel. Der fehlende Rest wird getrunken. Die Menge erhöht sich nach Nahrungsauswahl und Menge, bei körperlicher Aktivität, bei starkem Schwitzen oder bei Erkrankungen wie Fieber, Durchfall und Erbrechen.

Da wir nicht auf Vorrat trinken können, sollte man über den Tag verteilt regelmäßig trinken. Auf jeden Fall sollte man zu jeder Mahlzeit ein Getränk zu sich nehmen und auch zwischen den Mahlzeiten Trinkpausen einplanen. Gläser, Kannen oder Flaschen ins Blickfeld zu stellen, hilft als Erinnerung. Auch Getränke-Apps können dem einen oder anderen helfen. Wer unterwegs ist, sollte sich immer eine kleine Flasche zum Auffüllen mitnehmen, vorrangig Glasflaschen.

Die Getränke-Auswahl ist ebenso entscheidend. Der ungeschlagene Favorit ist Wasser. Ob Leitungswasser oder Mineralwasser, mit oder ohne Kohlensäure, ist gleich. Unser Leitungswasser ist von hoher Qualität und bakteriologisch auch völlig unbedenklich, da es täglich kontrolliert wird. Lediglich die Hausleitungen sind entscheidend, deren Qualität sollte man vorher abklären. Der Anteil an Mineralstoffen ist unterschiedlich, je nachdem wo das Wasser herkommt.

Das Leitungswasser oder Mineralwasser kann man selbst wunderbar geschmacklich aufpeppen. Frisches, geschnittenes Obst, oder Gemüse (Gurke), frische Kräuter (Minze, Basilikum) oder Teeaufgüsse sind nur einige Beispiele. Seien sie kreativ und probieren sie es aus. Ein natürliches Mineralwasser aus verschiedensten Quellen enthält verschiedene Mineralstoffe. Man kann über das Wasser gut seine Calcium- oder Magnesiumaufnahme erhöhen, sollte dort ein Mangel vorliegen. Generell sollte man ein natriumarmes Wasser bevorzugen (< 21 mg Na/l).

Frucht- und Gemüsesäfte bestehen zu 100 Prozent aus Saft, der Zuckergehalt dieser Getränke kann sehr hoch sein, fast vergleichbar mit Limonaden. Eine Portion (200 ml) am Tag ist noch völlig in Ordnung, darüber hinaus sollte nur noch Saft- oder Gemüseschorlen im Verhältnis 1:3 getrunken werden. Fruchtnektare und Limonaden enthalten häufig hohe Zuckermengen. Milch und Milchgetränke gehören ebenfalls nicht zu den Durstlöschern. Kaffee oder schwarzer und grüner Tee haben eine anregende Wirkung und sollten in Maßen genossen werden.Alkohol ist ein Genussmittel und wird nicht zu den Getränken bzw. Durstlöschern gezählt.

Ernährungsberatung

Über die Autorin

Silke Zur ist staatlich anerkannte Diätassistentin. Zusätzlich absolvierte sie Abschlüsse als Präventionsmanagerin und Diabetesassistentin. Seit 2013 ist sie als Diätassistentin im Ambulanten Therapiezentrum Magdeburg und beim Ernährungsteam der Strehlow GmbH angestellt. Nebenbei leitet Silke Zur Kochkurse für die Krebsgesellschaft Sachsen Anhalt e.V., ist als Dozentin an der ZAW/IHK Leipzig tätig und unterstützt ehrenamtlich im Berufsverband der Diätassistenten e.V. die Fachgruppe Onkologie.

Das Rezept zum Tipp:
Holunder-Beeren-Schorle

Zutaten
  • 1,5 Liter Wasser
  • 3 EL Holunderblütensirup
  • 200g Tiefkühlobst

Schritt 1
Das Wasser mit dem Holunderblütensirup mischen, am besten in einem großen Gefäß, damit die tiefgekühlten Früchte noch Platz haben.

Schritt 2
Die Früchte dienen zur Kühlung der Getränke und können auch separat in die Gläser gegeben werden.

Schritt 3
Schön garniert mit frischen Minzblättern sorgen die Kräuter für noch mehr Frische.