Weihnachtsplätzchen, die guttun

Zur Weihnachtszeit gehört der Duft frischgebackener Plätzchen. Er weckt Erinnerungen an Kindertage. An frisches Tannengrün, Kerzen und Lichterketten, Festtagsessen, Musik und an die Vorfreude auf Geschenke – an eine Zeit voller Genüsse.

Doppelt gut, wenn Genuss und gesund zusammentreffen, wie bei den weihnachtlichen Haferplätzchen, mit denen Sie sich die Zeit versüßen können. Denn gerade bei einer Krebserkrankung ist Genuss ein wichtiges Stück Lebensqualität. Auch wenn Ihnen Ihr Leben zurzeit alles andere als „normal“ vorkommt, gehören Feste und Feiern einfach dazu. Machen Sie es sich so schön wie möglich und genießen Sie die Weihnachtszeit!

Schnell gemacht, gesund und lecker – Weihnachtsplätzchen zum Genießen

Haferplätzchen sind mein Tipp für die Weihnachtsbäckerei. Sie sind unkompliziert, schnell gemacht und haben durch den Dinkelmehlanteil einen feinen, leicht nussigen Geschmack. Und vor allem bestehen sie aus rundum gesunden Zutaten. Der Hauptbestandteil ist Hafer. Er enthält neben hochwertigem Eiweiß auch die Vitamine B1 und B6, ungesättigte Fettsäuren und Ballaststoffe. Die sogenannten Beta-Glucane im Hafer haben positive Effekte auf den Cholesterin- und den Blutzuckerspiegel. Hafer ist reich an bioaktiven Pflanzenstoffen, beispielsweise Sapione, die die Abwehrkräfte anregen und vermutlich auch einen vorbeugenden Effekt auf Krebs haben.

Dinkel – eine gute Alternative zum Weizen

Grob gemahlenes Dinkelmehl (Typ1050) eignet sich besonders gut. Es hat einen hohen Ballaststoffgehalt, mehr Eiweiß als Weizenmehl, Vitamine der B-Gruppe sowie Vitamin E. Dinkel enthält viele Mineralstoffe und Spurenelemente, Natrium, Kalium, Phosphor, Eisen, Zink, Kupfer, Mangan und Kieselsäure. Besonders sein Magnesiumgehalt ist im Vergleich zu Weizenmehl höher.

Wussten Sie schon?

Unreif geernteter Dinkel heißt übrigens Grünkern. Um ihn lagern zu können, muss er getrocknet werden. Zum Backen eignet sich Grünkern nicht.

Butter durch Sahne ersetzen

Die zweite Hauptzutat der Haferplätzchen ist Butter. Ihr Fettbestandteil besteht zu 80 Prozent aus Milchfett. Deshalb enthält dieses Naturprodukt zusätzlich Kalzium, die Vitamine K2, A, D, und E sowie die Mineralstoffe Jod und Selen. Wollen Sie etwas Fett einsparen, können Sie statt Butter auch Sahne nehmen. Ihr Fettanteil ist um 50 Prozent geringer, bei gleichen Inhaltsstoffen. Das Backergebnis ist genauso gut, ebenso der Geschmack.

Das Rezept zum Tipp:
Haferplätzchen

Zutaten
  • 625 g Kernige Haferflocken
  • 500 ml Sahne oder weiche Butter
  • 5 TL Vanillezucker
  • 200 g Rohrzucker
  • 1 TL Salz
  • 3 Eier
  • 2 ½ TL Backpulver oder Weinsteinpulver
  • 375 g Dinkelmehl (1050)
  • 200 g Schokoraspel Zartbitter, mind. 70 % Kakaoanteil
  • Opt. Zimt, Anis oder gemahlener Kardamom

Schritt 1

Die weiche Butter oder Sahne mit Vanillezucker, Zucker, Salz und Eiern mit einem Rührgerät solange verquirlen, bis ein cremiger Schaum entsteht. Die Haferflocken mit Backpulver, Mehl und Schokoraspeln mischen und zugeben. Alles zu einem Teig vermengen bzw. kneten.

Schritt 2

Aus dem Teig kleine Kugeln formen, leicht flach drücken, auf das mit Backpapier ausgelegte Blech setzen und im vorgeheizten Ofen (170 °C Ober- und Unterhitze) 10 bis 15 Minuten goldgelb backen. Die Haferplätzchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Varianten

Das Rezept lässt sich je nach Geschmack variieren: Fügen Sie einfach eine Handvoll gehackte Walnüsse, getrocknete Heidelbeeren oder Rosinen hinzu. Auch eine Handvoll geraspelte Möhren oder Äpfel mit ein wenig Zimt unter einer Glasur aus einer geschmolzenen Tafel Zartbitter-Schokolade gibt den Haferplätzchen das gewisse weihnachtliche Etwas. Der Grundteig ist ideal für kreative Variationen.