Phase I – Diagnosestellung

Zum Zeitpunkt der Diagnose haben Betroffene meist ganz existenzielle Sorgen. Sich jetzt mit bürokratischen Details befassen zu müssen, scheint fast absurd. Tatsächlich gelten jedoch für viele soziale Leistungen Fristen, die eingehalten werden müssen. Lesen Sie, worauf Sie achten müssen. 

Für die Gewährung finanzieller und sozialer Leistung ist der Antragszeitpunkt wichtig. Erste Anlaufstellen für Ihre Anträge sind beispielsweise die Sozialberater in der Klinik, Integrationsämter oder Ihre Krankenkasse. Hier erhalten Sie auch Hilfe beim Ausfüllen der Antragsformulare. Zur Einhaltung der Frist schicken Sie zunächst eine E-Mail, die Sie als Beleg anschließend speichern beziehungsweise ausdrucken.

Ab sofort zählt Teamwork

Bilden Sie von Anfang an zusammen mit Ihren Ärzten ein Behandlungsteam. Auch wenn es Ihnen anfangs schwerfällt – werden Sie Managerin Ihres Falles. Sie tragen dazu bei, den Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten zu koordinieren. Führen Sie immer ein Notizbuch und einen Stift mit sich. Bereiten sie Arzttermine vor und notieren Sie vorab Fragen. Fertigen Sie später kurze Zusammenfassungen an. Lassen Sie sich sämtliche Befunde und Dokumente aushändigen. 

Checkliste : To-do's in Phase I – Diagnosestellung

  • Sammeln Sie sämtliche Befunde, Laborergebnisse etc. elektronisch
    und / oder in Papierform. Sie werden für Beantragungen finanzieller und sozialrechtlicher Ansprüche benötigt. 
  • Melden Sie Ihre Erkrankung Arbeitgeber und Krankenversicherung.
  • Melden Sie Ihre Erkrankung bei der Bundesagentur für Arbeit/Jobcenter beim Bezug von ALG I bzw. ALG II.
  • Beantragen Sie gegebenenfalls Hilfsmittel bei der Krankenkasse, bspw. Fahrtkosten, Perücke etc.
  • Falls Sie private Versicherungen wie eine Berufsunfähigkeits- oder Lebensversicherung abgeschlossen haben, melden Sie dort Ihre Erkrankung.
Tipp

Geraten Sie unverschuldet in eine finanzielle Notlage, kann Sie der Härtefonds der Deutschen Krebshilfe unterstützen.

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