Schmerzen

Im Verlauf einer Krebserkrankung haben Schmerzen oft unterschiedliche Ursachen. Schmerzen durch den Tumor können entstehen, wenn der Tumor das umliegende Gewebe verdrängt und auf benachbarte Organe oder Nerven drückt. Nach der Operation (postoperativ) können Schmerzen in den betroffenen Körperstellen, im Wund- und Narbenbereich und an den umliegenden Nerven auftauchen. Auch insbesondere durch die Chemo- und Strahlentherapie kann es zu einem erhöhten Schmerzempfinden kommen. Viele Krebspatienten schildern eine Überempfindlichkeit der Schleimhäute, ein Brennen auf der Haut oder Bauchschmerzen. Körperliche Schmerzen können auch eine Folge von Ängsten und Depressionen sein, die sich direkt auf das körperliche Empfinden auswirken und reale physische Beschwerden auslösen (Psychosomatik).  

Opioide und Opiate

Opioide und Opiate sind stark wirksame Schmerzmittel. Opiate wie Morphin werden aus dem in Schlafmohn enthaltenen Wirkstoff Opium gewonnen. Der Begriff Opioide hingegen bezeichnet alle natürlich oder synthetisch hergestellten opiatähnlichen Wirkstoffe.

Schmerzen werden sehr subjektiv empfunden. Neben der Ursache bezieht der behandelnde Arzt auch die Schmerzintensität, die ein Patient schildert, in die Therapie mit ein. Es ist hilfreich, das Auftauchen von Schmerzen zu dokumentieren und anhand einer Skala festzuhalten, wie sie sich im Laufe der Erkrankung entwickeln. So kann man im Gespräch mit dem Arzt gezielt festlegen, welches Schmerzmittel (Analgetikum) sich am besten eignet, ob die Verordnung von Opioiden angemessen ist oder ob andere nicht-opioide Analgetika ausreichen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterteilt Schmerzmittel in drei Kategorien. Je nach Schmerzstärke kommen unterschiedliche Wirkstoffe zum Einsatz. Bei leichten Schmerzen werden Präparate der Stufe I und bei sehr starken Schmerzen Medikamente der Stufe III verabreicht.  

Einteilung der Schmerzmittel nach WHO
Einteilung der Schmerzmittel nach WHO