Yoga im Sitzen

Die Herausforderungen des Alltags für eine Weile loslassen – das ist leichter gesagt als getan. Wenn die Auswirkungen der Brustkrebstherapie körperlich wie seelisch spürbar sind, fällt es schwer, die ersehnte Balance zu finden. Wie können Meditation und Yoga auch bei physischen Einschränkungen helfen, die Therapie zu bewältigen?

Die Brustkrebstherapie kann zu Verspannungen oder Vernarbungen führen, die die Beweglichkeit einschränken. Da erscheint es schwierig, passende Übungen zu finden, die zur Ausgeglichenheit beitragen. Yoga- und Meditationslehrerin Stefanie Ebenfeld kennt diese Herausforderungen aus eigener Erfahrung – denn sie ist selbst Brustkrebspatientin. In den Mitmach-Videos zeigt sie einsteigerfreundliche Entspannungs- und Dehnungsmethoden. Alles, was Sie dafür brauchen ist: Ein Stuhl als Sitzgelegenheit und ein paar Minuten Zeit für sich.

Verspannungen im Brustbereich lösen

Mit der Übung „Katz und Kuh“ lässt sich eine sanfte Dehnung im gesamten Brustkorb erreichen. Sie eignet sich als Einstieg, um den Körper bewusster wahrzunehmen. Wie Sie es schaffen, sich zu öffnen, loszulassen und sich von jeglichen An- und Verspannungen zu befreien, erklärt Stefanie Ebenfeld mit anschaulichen Beispielen und Vergleichen im Mitmach-Video.

Yoga bei Brustkrebs: Verspannungen lösen

Die Haltung verbessern

Therapiebedingte Verspannungen können sich auch über den Brustbereich hinaus auf andere Körperregionen übertragen. Dabei spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle: Welche Sitzposition ist für die Entspannung förderlich? Wie sollten die Füße aufgestellt, das Becken gekippt oder Wirbelsäule und Schultern gehalten werden? In welchem Rhythmus wird ein- und ausgeatmet? Um all diese Aspekte unverkrampft, sondern völlig natürlich umsetzen zu können, gibt Stefanie Ebenfeld Impulse, wie Sie sich selbst etwas Gutes tun können.

Yoga in der Brustkrebs-Therapie: die Haltung verbessern

Beweglichkeit wiederfinden und bewahren

Jede Brustkrebspatientin kann lernen, auf ihren Körper zu hören. So lassen sich Übungen individuell anpassen und in jeder Phase der Therapie ausführen – mit dem Ziel, die Flexibilität der Wirbelsäule zu erhalten. Was bei der Dehnung des Nackens, der Brustwirbelsäule und des unteren Rückens zu beachten ist, erklärt Stefanie Ebenfeld im Video. Probieren Sie es einmal aus und spüren Sie, wie sich Ihre Beweglichkeit bereits mit leichten Übungen verbessern lässt.

Yoga für Brustkrebspatientinnen: beweglich bleiben

Seelische Blockaden bewältigen

Die Ungewissheit, was die Zukunft bringen mag, kann überwältigend sein. Daher haben viele Brustkrebspatientinnen mit Ängsten zu kämpfen. Doch auch in Situationen, in denen solche Gedanken überhand nehmen, können Meditations- und Atemtechniken helfen. Sogar während einiger Untersuchungen ist es so möglich, die innerliche Ruhe zu bewahren oder wiederzufinden. Auf diese Weise können Sie es schaffen, mit einem gesteigerten Selbstbewusstsein gelassener im Hier und Jetzt zu leben.

Entspannungsübungen für Brustkrebspatientinnen