Die Haut – der Spiegel unserer Seele

Tipps für die Hautpflege

Die Haut ist unser größtes Organ. Wir nehmen unsere Umgebung über die Haut wahr. Ist es warm oder kalt? Wie fühlen sich die Dinge an? Sind sie weich oder hart, nass oder klebrig? Schweißdrüsen in der Haut helfen, unseren Wärmehaushalt zu regulieren. Die Haut spiegelt aber auch wider, wie wir uns fühlen. Wir erröten in angespannten Situationen oder wir sind blass vor Angst.

Gegen den Krebs kämpfen und sich dabei wohlfühlen in seiner Haut – geht das?

Bei einer Krebstherapie ist die Haut besonderen Belastungen ausgesetzt. Eine Operation hinterlässt immer Narben. Durch die Therapie wird die Haut anfälliger für Pilz- oder Herpesinfektionen. Bei Verdacht sollten Sie möglichst schnell Ihren Arzt ansprechen.

Chemo- und Strahlentherapie wirken sich auch auf die Hautzellen aus. Mögliche Begleiterscheinungen wie trockene Haut, Haarausfall, Verlust der Wimpern oder der Augenbrauen lassen das eigene Spiegelbild fremd werden. Eine intakte Schutzhülle, in der Sie sich während der anstrengenden Zeit der Krebstherapie wohlfühlen, ist jetzt besonders wichtig.

Tipps für die Hautpflege mit Jenny & Serena

Shopping-Spickzettel für schöne Haut

  • Feuchtigkeitsspray
  • Feuchtigkeitsserum
  • Feuchtigkeitscreme
  • Leichtes Feuchtigkeits-Makeup oder getönte Tagescreme
  • Concealer
  • Transparenter Puder zum Fixieren des Makeups
    (Lassen Sie sich hierzu auch von Fachpersonal in einer Apotheke beraten.)

Typberatung – welcher sind Sie?

Haben Sie trockene Haut oder eher Mischhaut? Für den Schutz Ihrer Haut, die richtige Pflege und ein passendes Make-Up sollten Sie einige Basics über Ihre Haut kennen. Hier erfahren Sie, woran Sie Ihren Hauttyp erkennen können.

  • Hauttypen und ihre Pflege
  • Hauttypen und ihre Pflege
  • Hauttypen und ihre Pflege
  • Hauttypen und ihre Pflege

Dos and Don'ts der Hautpflege

  • Duschen ist besser als Baden. Wenige Minuten können ausreichen, um sich erfrischt und sauber zu fühlen.
  • Schonen Sie Ihre Haut und tupfen Sie sie mit weichen Tüchern trocken.
  • Rasieren oder epilieren Sie bestrahlte Hautregionen nicht. Die Haut ist ohnehin bereits sehr gereizt und empfindlich. Auch beim Rasieren entstehen Mikrowunden, die sich leicht entzünden können.
  • Auch wenn Ihre Haut oder vernarbtes Gewebe juckt, versuchen Sie, nicht zu kratzen. Es können kleine Wunden entstehen, die sich entzünden können Dabei kann es auch helfen die Nägel kurzzuhalten.
  • Verwenden Sie keine Produkte auf Alkoholbasis, zum Beispiel Deos oder Parfüm. Verzichten Sie auf Nagellackentferner mit Aceton oder auf Produkte, die Talk entahlten. Wie zum Beispiel in manchen Babypudern, Lidschatten oder anderen Kosmetikprodukten.
  • Wählen Sie besonders hautschonende Pflegeprodukte und verzichten Sie auf alles, was Ihre Haut irritieren könnte, zum Beispiel Parabene, die als Konservierungsstoff eingesetzt werden, Duftstoffe oder Emulgatoren.
  • Damit Ihre Haut nicht aufweicht und um Kontakt mit Reinigungsmitteln zu vermeiden, tragen Sie beim Putzen oder Spülen am besten immer Handschuhe.
  • Bevorzugen Sie locker sitzende Kleidung aus Baumwolle oder anderen weichen Naturfasern und vermeiden Sie synthetische Stoffe. Auch Wolle kann die Haut unnötig reizen.
Tipp

Auch wenn Sie ein ausgedehntes Bad entspannend finden – bei empfindlicher trockener Haut sollten Sie zurückhaltend sein. Was Ihre Haut jetzt gar nicht mag, ist ein langes Bad in warmem Wasser. Das entzieht der Haut zusätzlich Feuchtigkeit.

Einfach selber machen!

Feuchtigkeitsspendende Honig-Gesichtsmaske

Mit dieser Honig-Quark-Gesichtsmaske erfrischen Sie Ihre Haut mit viel Feuchtigkeit. Honig hilft der Haut dabei, Feuchtigkeit zu binden, fördert die Durchblutung und macht die Haut weich. Er wirkt entzündungslindernd, ist reich an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitamin C.

Achten Sie bei der Zubereitung unbedingt auf eine gute Hygiene: Benutzen Sie saubere Pinsel, Tücher und Gefäße – und Händewaschen natürlich nicht vergessen! Und prüfen Sie auch bei diesen natürlichen Substanzen Ihre persönliche Verträglichkeit vor der Verwendung.

Zutaten
2 EL Honig
2 EL Joghurt
1 EL Olivenöl

Alles zu einer geschmeidigen Masse verrühren und mit einem Pinsel oder einem Kosmetiktuch dünn auf die gereinigte Haut auftragen. 15 bis 20 Minuten einwirken lassen und anschließend mit reichlich lauwarmem Wasser abwaschen. Vorsichtig trocken tupfen.

Tipp: Frische-Booster

Thermalwasser zum Sprühen kühlt, befeuchtet und erfrischt. Schön für Zwischendurch. Es gibt kleine Flaschen, die in jede Handtasche passen. Im Sommer in den Kühlschrank stellen: Mehr Frische geht nicht.

Sonnenschutz

Während der Therapie besonders wichtig

Über Sonnenschein freuen wir uns eigentlich und verbinden angenehme Gefühle damit – für die Haut bedeutet Sonnenbaden aber Stress. Gerade nach einer Bestrahlung oder Chemotherapie ist die Haut noch empfindlicher als sonst und reagiert auf Sonneneinstrahlung zum Beispiel mit Pigmentierungsstörungen. Narbengewebe kann meistens keinen eigenen Sonnenschutz aus Melanin mehr bilden und muss besonders geschützt werden.

Einige Medikamente machen die Haut besonders lichtempfindlich. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt. Am besten meiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und schützen sich durch dicht gewebte Kleidung vor der Sonne. Bei Sonnencremes oder -lotionen wählen Sie einen hohen Lichtschutzfaktor, etwa 50. Breitkrempige leichte Sommerhüte bieten ebenfalls guten Sonnenschutz.

Tipp: Inhaltsstoffe-Check

Wenn Sie genau wissen wollen, welche Inhaltsstoffe Sie meiden sollten und ob sie in Ihren Lieblingsprodukten vorhanden sind, helfen verschiedene Apps. Einfach den Produktscode checken: Sie erhalten eine bewertete Übersicht der Inhaltsstoffe.

Narbenpflege

OP-Narben können jucken und spannen. Spezielle Salben, Cremes oder Gele halten das Narbengewebe geschmeidig und pflegen das empfindliche Gewebe. Sie regen die Regeneration der Haut an und unterstützen die Rückbildung von Verhärtungen. Wenn das Gewebe verheilt ist, verhindert vorsichtiges Massieren ein Verkleben des Narbengewebes.

Es gibt viele Gels und Salben zur Pflege des Narbengewebes. Achten Sie auf gut verträgliche Inhaltsstoffe und lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.