Warum Social Media Brustkrebspatientinnen helfen kann

Soziale Netzwerke als Austauschplattformen im Internet sind für Brustkrebspatientinnen oftmals ein Zugewinn. Das Teilen gemeinsamer Erfahrungen kann Verbundenheit, Solidarität, Trost und Zuspruch schaffen.

Für viele ist es auch ein Ausweg aus dem Gefühl, ganz allein mit Brustkrebs dazustehen. Interessierte können sich überall und jederzeit vernetzen, bequem von zu Hause aus. Oftmals ergeben sich aber aus Kontakten im Internet auch spätere reale Treffen und nicht selten werden neue Freundschaften geknüpft. Brustkrebspatientinnen können über Social Media einen starken Rückhalt und Unterstützung in sonst sehr schweren und belastenden Zeiten erfahren.

Natürlich sind soziale Medien sehr schnelllebig und jeder sollte für sich entscheiden, was er mitteilen oder beitragen möchte und in welcher Form. Umgekehrt bieten sie aber auch eine schnelle Antwortmöglichkeit bei konkreten Fragestellungen. Dies ersetzt selbstverständlich nicht das Gespräch mit dem Arzt, kann aber eine erste Orientierung bieten. 

Es gibt verschiedene Portale für einen Austausch im Netz. Bei Facebook kann man sich in eine Gruppe aufnehmen lassen, sofern es sich um eine geschlossene Gruppe handelt. Oftmals gibt es eigene Gruppen für bestimmte Formen von Brustkrebs, zu einem speziellen Thema oder in einer konkreten Stadt. Es lohnt sich, in der Suchleiste von Facebook nach einem bestimmten Begriff zu suchen. Bei Twitter folgen die Nutzer einem oder mehreren „Hashtags“. Durch die Kombination aus einem Rautezeichen und einem formulierten Thema können Neuigkeiten ausgetauscht und kommentiert werden. Auf Instagram geht es eher um das Posten und Kommentieren von Fotos. Auch hier veröffentlichen viele Patientinnen Bilder, die Mut machen oder einen positiven Umgang mit der Erkrankung ausdrücken.

Tipps für den Social-Media-Start:
  • Halten Sie eine E-Mail-Adresse und ein selbstgewähltes Passwort bereit. So lassen sich schnell eigene Konten auf Facebook, Twitter oder Instagram einrichten.
  • Informieren Sie sich unter der Rubrik „Einstellungen“ über die Möglichkeiten, Ihre Privatsphäre zu schützen. Sie können definieren, wer welche Beiträge einsehen kann.
  • Suchen Sie gezielt nach Begriffen, die Ihren Bedürfnissen und Interessen entsprechen. Worüber möchten Sie sich austauschen?
  • Bei einer geschlossenen Gruppe auf Facebook müssen Sie den Administrator um Aufnahme bitten. Dies geschieht über einen Button und der Anfrage wird meist kurzfristig nachgekommen.
  • Erzählen Sie etwas von sich oder stellen Sie erste Fragen. So kommen Sie in einen aktiven Austausch. Rechnen Sie damit, dass Sie darauf viele Antworten erhalten. Bei vielen Reaktionen handelt es sich auch um Meinungen. Nicht alles muss für Sie gelten oder auf Ihre Situation passen. Ziehen Sie den für sich besten Nutzen aus Social Media!