Weltkrebstag 2019

„Ich bin und ich werde“ war das Motto des diesjährigen Weltkrebstags am 4. Februar. Der Tag hat sich im Laufe der Jahre als Jour fixe etabliert. Seit 2006 veranstalten die Weltkrebsorganisation und die Stiftung Deutsche Krebshilfe zusammen mit anderen Organisationen einen weltweiten Tag der Information sowie Aktionen rund um das Thema Krebs. Um was geht es genau?

Wer immer Du bist, Du hast die Kraft, die Auswirkungen von Krebs auf Dich selbst, auf die Menschen, die Du liebst, und auf die ganze Welt zu verringern. Dieser Gedanke steht im Mittelpunkt der frisch gestarteten mehrjährigen Kampagne. Prävention und Früherkennung sind zentrale Themen ebenso wie die aktuellen Entwicklungen in Diagnose, Therapie, Nachsorge und Forschung.

Zeit für ganz persönlichen Einsatz – weltweit

Individuelle Aktionen geben Kraft und beeinflussen die Zukunft. Eine Zukunft mit weniger, vielleicht irgendwann gut kontrollierbarem Krebs. Betroffene, Angehörige, Forschende, Vereine, Firmen, Regierungen – alle sollen sich angesprochen fühlen, ihren inspirierenden Beitrag zum Thema Krebs zu leisten. Im letzten Jahr fanden rund 1000 Events in 137 Ländern statt, 47 Regierungen beteiligten sich aktiv. Der Weltkrebstag erreicht immer mehr Menschen und Organisationen, die mitmachen. Zum Beispiel bei der Aktion „Erzähl Deine Geschichte" auf der Facebook-Seite der Deutschen Krebshilfe. Susann, Anna, Lena und andere berichten von ihrer Brustkrebserkrankung. Auch die neue Plattform „Das K Wort – Diagnose Krebs" will mit Tabus und Vorurteilen brechen und rund um das Thema Krebs informieren. 

Trends der Krebsforschung

Einen Blick in die Zukunft der Deutschen Krebsforschung konnten Interessierte auf dem ersten Krebsforschungskongress in Heidelberg werfen. Vom 4. bis 5. Februar präsentierte der erste Deutsche Krebsforschungskongress Innovationen und Trends der Deutschen Krebsforschung. „Personalisierte Onkologie“ und „Immuntherapie“ sind hier wichtige Stichworte. Ziel war es nicht nur, eine breite Öffentlichkeit zu erreichen. Auch Politiker sollten sensibilisiert werden, damit sie die richtigen Weichen stellen für zukünftige Erfolge der Deutschen Krebsforschung.

Krebs lässt sich schon besser kontrollieren

In Deutschland leben ca. dreieinhalb bis vier Millionen Menschen mit einer (überstandenen) Krebserkrankung. In den nächsten 20 Jahren werden die Zahlen voraussichtlich aufgrund der Babyboomer-Generation auf etwa fünf bis sechs Millionen steigen. Allein an Brustkrebs erkranken in Deutschland jedes Jahr rund 70.000 Frauen. 2017 wurden etwa 12 Prozent weniger Frauen wegen Brustkrebs stationär behandelt als 2007, obwohl die Zahlen der Neuerkrankungen seit Jahren stagnieren. Viele Behandlungen und Eingriffe erfolgen zunehmend ambulant. Durch neue OP-Methoden und Früherkennung der Tumore werden die Eingriffe leichter und müssen weniger aufwendig nachbehandelt werden. Früh erkannt, sind die Heilungsaussichten gut. Die meisten Brustkrebserkrankungen sind heute heilbar.

Für eine Zukunft ohne Krebs

Laut einer Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) von September 2018 ist jede dritte Krebserkrankung vermeidbar. Durch Aufklärung zu Vorsorge und Therapie könnten weltweit jedes Jahr 3,7 Millionen Leben gerettet werden. Noch mehr über Krebs zu wissen, Vorurteile und Tabus abzubauen, aber auch die Forschung voranzutreiben, hilft allen Beteiligten, eine Zukunft zu schaffen, in der Krebs irgendwann kontrollierbar ist. 

Wissenschaft und Forschung sind auf einem erfolgreichen Weg. Der aktuell sehr vielversprechende Trend geht zu individualisierter Krebs-Therapie. Besonders Brustkrebspatientinnen profitierten in den letzten Jahren von der Entwicklung der Behandlungsmöglichkeiten. Viele Betroffene sind zurück in ihrem Alltag und ihrem Beruf.