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Sie sind auf der Suche nach weiteren Informationen rund um das Thema Gesundheit und Brustkrebs? In dieser Rubrik finden Sie die aktuellen Entwicklungen aus der Gesundheitspolitik und wichtige Neuigkeiten für Patienten.

Wissenswertes rund um Brustkrebs

Akupunktur bei Brustkrebs

Nicht-medikamentöse Behandlung von Knochenschmerzen unter Aromatasehemmer-Therapie

Viele Brustkrebspatientinnen, die einen Aromatasehemmer einnehmen, kennen die Knochenschmerzen, die häufig als Nebenwirkung auftreten. Sie wünschen sich eine wirkungsvolle Schmerztherapie, die keine zusätzliche Belastung für ihren Körper darstellt. Akupunktur kann hier Linderung verschaffen und so die Lebensqualität und Therapietreue verbessern, wie eine auf dem SABCS 2017 präsentierte Studie nahelegt.

Brustkrebspatientinnen, die eine Aromatasehemmer-Therapie erhalten, leiden häufig unter Knochenschmerzen. Neben der Lebensqualität beeinflussen die Schmerzen auch die Therapietreue, die sogenannte Adhärenz. Häufig sind die Beschwerden so groß, dass die Patientinnen ihre Therapie abbrechen. Bisher besteht die Behandlung der Knochenschmerzen aus der Gabe von Schmerzmittel. Diese können wiederum zu Nebenwirkungen führen und häufig wollen die Patientinnen keine weiteren Medikamente einnehmen.

Akupunktur bei Brustkrebs

Akupunktur lindert Knochenschmerzen

Die Ergebnisse einer neuen Studie geben Hoffnung auf eine neue Behandlungsmöglichkeit. Diese wurden im Dezember 2017 auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) vorgestellt. In der Studie untersuchten Wissenschaftler den Effekt von Akupunktur bei über 200 Patientinnen, die unter durch Aromatasehemmer ausgelösten Knochenschmerzen litten. Man unterteilte die Patientinnen in drei Gruppen: Während eine Gruppe mit klassischer Akupunktur behandelt wurde, erhielten die anderen zwei Gruppen eine Schein-Akupunktur oder gar keine Behandlung. Die Forscher stellten fest, dass die klassische Akupunktur zu einer deutlichen Schmerzminderung bei durch Aromatasehemmer bedingten Knochenschmerzen führte. Die einzigen Nebenwirkungen, die durch die Akupunktur auftraten, waren leichte Blutergüsse (Hämatome) an den Einstichstellen der Akupunkturnadeln.

Akupunktur in der Schulmedizin

Die Akupunktur entstammt der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Bei der klassischen Akupunktur werden feine Nadeln nach definierten Methoden in bestimmte Körperstellen, die Akupunkturpunkte, gestochen. Auch wenn die genauen Abläufe im Körper nicht bekannt sind, deuten wissenschaftliche Studien auf eine Wirksamkeit der Akupunktur-Behandlung hin. Als ergänzende Therapie erhält diese alternative Behandlungsmethode daher immer mehr Einzug in die Schulmedizin. Bei Krebserkrankungen wird sie insbesondere eingesetzt, um Nebenwirkungen der Therapie zu mildern. So kann Akupunktur beispielsweise bei Übelkeit und Erbrechen während einer Chemotherapie helfen.