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Sie sind auf der Suche nach weiteren Informationen rund um das Thema Gesundheit und Brustkrebs? In dieser Rubrik finden Sie die aktuellen Entwicklungen aus der Gesundheitspolitik und wichtige Neuigkeiten für Patienten.

Mehr Rechte für Patienten

Qualitätsoffensive für Krankenhäuser

Eine bessere Krankenhausversorgung, mehr Pflegekräfte und eine faire Finanzierung: Dies soll das Gesetz zur Reform der Strukturen der Krankenhausversorgung (kurz Krankenhausstrukturgesetz- KHSG) seit dem 1. Januar 2016 leisten. Ziel ist, in den  nächsten Jahren eine optimale flächendeckende Versorgung sicherzustellen und die Behandlungsqualität für Patienten in Kliniken deutlich zu verbessern.

Gesellschaftliche Veränderungen und medizinischer Fortschritt stellen das Gesundheitssystem vor immer neue Aufgaben: In einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft muss eine gute medizinische (Notfall-)Versorgung sowohl in der Stadt als auch auf dem Land mit kurzen Wegen gewährleistet sein. Hierzu gehört auch eine qualitätsgesicherte Versorgung in Krankenhäusern. Diesen Herausforderungen stellt sich die Gesundheitspolitik mit einer umfassenden Reform: dem Krankenhausstrukturgesetz.

Bessere Pflege durch mehr Personal und Hygieneoffensive

Ein wichtiges Ziel der Reform ist: „mehr Pflegepersonal am Krankenbett“. Hierfür stellt der Bund ab sofort im Rahmen des Pflegestellen-Förderprogramms jährlich dreistellige Millionenbeträge zur Verfügung. Der Pflegezuschlag schafft für Kliniken Anreize, selbst in das Pflegepersonal zu investieren. Auch sind im Rahmen der häuslichen Krankenpflege und einer neuen Kurzzeitpflege die Nachsorgemöglichkeiten verbessert worden, etwa für Patienten nach einem längeren Krankenhausaufenthalt. So gibt es nun z.B. die Möglichkeit einer Kurzzeitpflege trotz fehlender Pflegebedürftigkeit. Ein Hygieneförderprogramm soll außerdem gewährleisten, dass Ärzte- und Pflegepersonal auf dem Gebiet der Hygiene weitergebildet und zusätzliche  Hygienefachkräfte beschäftigt werden.

Krankenhausstrukturgesetz

Optimale Qualität und Transparenz

Des Weiteren sollen verschiedene Maßnahmen die Qualität von Krankenhäusern erhöhen und die zugrunde liegenden Richtlinien transparenter machen. In Zukunft wird der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) verbindliche Qualitätskriterien erarbeiten, welche in die Krankenhausplanung einfließen werden. Einzelverträge, die zwischen Krankenkassen und Krankenhausträgern geschlossen werden, werden zudem dahingehend überprüft, ob diese letztlich auch zu einer qualitativ hochwertigeren Versorgung führen. Anreize, die Versorgungsqualität zu erhöhen, sollen auch durch Qualitätszu- oder -abschläge geschaffen werden. Ein weiterer für Patienten wichtiger Fortschritt sind die verpflichtenden patientenfreundlichen Formulierungen und Darstellungen in den Krankenhaus-Qualitätsberichten. Diese müssen fortan auch auf der Internetseite einer Klinik veröffentlicht werden.

Faire Finanzierung zum Wohl des Patienten

Auch im Bereich der Krankenhausfinanzierung gibt es Neuerungen: Ein zentraler Punkt ist dabei, Fehlanreize zu verhindern, Übervergütungen bei sinkenden Sachleistungen zu verhindern, um dafür personalintensive Leistungen besser vergüten zu können. Überwacht wird künftig auch, wie häufig ein Krankenhaus bestimmte Operationen durchführt. Damit Patienten nur dann eine Operation erhalten, wenn sie diese auch wirklich benötigen, soll verhindert werden, dass Eingriffe aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus erfolgen. Dies kann beispielweise durch ein geregeltes Zweitmeinungsverfahren unterstützt werden. Diese Maßnahme stellt nicht nur eine Ergänzung des Versorgungsstärkungsgesetzes dar, sondern stärkt vor allem auch die Patientenrechte.

Gute Krankenhausversorgung

Flächendeckend gute Krankenhausversorgung

Um deutschlandweit eine optimale Versorgung zu gewährleisten, gibt es verschiedene Arten staatlicher Unterstützung. Einerseits werden Spitzen- und Spezialkliniken wie etwa Universitätskliniken gefördert, die besondere Leistungen anbieten und ihre Kompetenz entsprechend nachweisen können, etwa durch genügend hohe Fallzahlen komplizierter Eingriffe. Andererseits wird die Möglichkeit der ambulanten Notfallversorgung erleichtert. Für Patienten bedeutet dies ein Plus an Versorgungsqualität, sind doch im Notfall gerade zwei dieser Aspekte oft entscheidend: eine gute Erreichbarkeit (z.B. Notrufnummern) und kurze Wegstrecken. Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Sicherstellung der Krankenhausversorgung im ländlichen Raum. Hier können Krankenhäuser Unterstützung in Form von Sicherstellungszuschlägen erhalten, die es ihnen erlaubt, trotz geringer Auslastung ihren Betrieb aufrechtzuerhalten. Patienten können somit auch in dünner besiedelten Gebieten auf eine gute und schnell erreichbare Versorgung vertrauen.