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Sie sind auf der Suche nach weiteren Informationen rund um das Thema Gesundheit und Brustkrebs? In dieser Rubrik finden Sie die aktuellen Entwicklungen aus der Gesundheitspolitik und wichtige Neuigkeiten für Patienten.

Wissenswertes rund um Brustkrebs

Medikationsplan schützt Patienten vor Wechselwirkungen

Anspruch besteht seit dem 1. Oktober  

Stefanie hat Brustkrebs. Zusätzlich zur Antihormontherapie bekommt sie ein Medikament, das gegen die Nebenwirkungen der Therapie helfen soll. Auch ihr Bluthochdruck wird medikamentös behandelt – von Stefanies Hausarzt. Das Mittel gegen ihre Magenprobleme holt sie sich direkt aus der Apotheke, denn es ist nicht verschreibungspflichtig. Wie Stefanie geht es vielen Patienten: Vor allem Menschen mit schweren Erkrankungen oder mehreren Leiden müssen regelmäßig mehr als drei Medikamente einnehmen, was zu unerwünschten Nebenwirkungen führen kann. Um diesen Patienten mehr Sicherheit bei der Medikamenteneinnahme zu bieten, wurde zum 1. Oktober 2016 der Anspruch auf einen Medikationsplan eingeführt. Der Plan soll alle wichtigen Informationen zur Art und Anwendung der Medikamente enthalten.

Ziel des neuen Gesetzes ist es, betroffenen Patienten einen verständlichen und verlässlichen Medikationsplan zur Verfügung zu stellen, der sie bei der richtigen Medikamenteneinnahme unterstützt,  vor unerwünschten Wechselwirkungen schützt und sicherstellt, dass sie nicht mehr Medikamente als nötig einnehmen. Auch Ärzte und Apotheker sollen profitieren: Sie erhalten durch den Medikationsplan einen besseren Überblick zur Medikation ihrer Patienten, die wie Stefanie  häufig auch von mehreren Fachärzten betreut werden.

Grundlage des Medikationsplans ist das bereits im Dezember 2015 in Kraft getretene E-Health-Gesetz. Es sieht auch vor, dass Ärzte ihre Patienten über ihren Anspruch auf den Medikationsplan informieren müssen. Erarbeitet wurden Inhalt und Struktur des Plans durch die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Bundesärztekammer, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, Apotheker und den Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen.

Im Normalfall erstellt der Hausarzt den Medikationsplan und händigt dem Versicherten diesen auf Papier aus. Konkret beinhaltet der Medikationsplan eine Übersicht sowohl über die verschreibungspflichtigen als auch frei verkäuflichen Arzneimittel, die ein Patient einnimmt. Hier informiert er unter anderem über Wirkstoff, Stärke und Darreichungsform der Medikamente. Auch Medizinprodukte, die für die Medikamenteneinnahme von Bedeutung sind, sollen aufgenommen werden.

Der Arzt, der den individuellen Medikationsplan für seinen Patienten erstellt, muss diesen auch zukünftig aktualisieren, wenn sich zum Beispiel die Medikation ändert. Auf Wunsch des Patienten können auch Apotheker den Plan ändern. Der behandelnde Arzt entscheidet im Anschluss, ob die Änderungen übernommen werden.

Ein optional nutzbarer Barcode auf dem Medikationsplan enthält außerdem alle Informationen auch digital – auf diese Weise kann er unkompliziert in allen Praxen, Apotheken und Krankenhäusern eingelesen und angepasst werden. Bis Anfang 2018 soll der Medikationsplan auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden.