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Früherkennung von Brustkrebs

Das Beobachten der eigenen Brust ist die beste Form der Früherkennung von Brustkrebs. Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung kann der Gynäkologe Anleitungen zum richtigen Abtasten zuhause geben. Nicht jeder getastete Knoten bedeutet aber automatisch Brustkrebs; auch Zysten können die Ursache für eine Veränderung sein. Trotzdem sollte jeder tastbare Knoten vom Gynäkologen abgeklärt werden.

Selbstuntersuchung der Brust

Selbstabtasten und den Körper wahrnehmen – Angelika, Diagnose 2011

Ab dem 30. Lebensjahr hat jede Frau gesetzlichen Anspruch auf eine jährliche Untersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs. Dabei tastet der Gynäkologe die Brust sowie die Achsellymphknoten ab. Doch Frauen kennen die eigene Brust am besten. Daher wird empfohlen, dass alle Frauen ihre Brust einmal monatlich selbst untersuchen. Der ideale Zeitraum ist etwa eine Woche nach Beginn der letzten Periode, dann sind die Brüste am weichsten und Veränderungen lassen sich an diesen Tagen leichter ertasten. Die Selbstuntersuchung ist schnell gelernt und funktioniert am besten mit System.

Infografik - Methoden zur Selbstabtastung der Brust
Methoden zur Selbstabtastung

Optische Untersuchung

Stellen Sie sich bei guter Beleuchtung vor einen Spiegel und betrachten Sie zunächst Form und Aussehen der Haut und der Brustwarzen. Mit erhobenen Armen beobachten Sie nun beide Brüste von vorne und von beiden Seiten und schauen, ob Sie Auffälligkeiten und Unregelmässigkeiten entdecken können.

Tasten im Stehen

Sie können Ihre Brüste entweder in Bahnen von außen nach innen, spiralförmig oder in Linien abtasten; wichtig ist, dass Sie dabei systematisch vorgehen. Am besten untersuchen Sie mit der rechten Hand die linke Brust und umgekehrt. Streichen Sie jeweils mit den flach aufliegenden Kuppen der drei mittleren Finger die Brust entlang. Beginnen Sie dabei im äußeren oberen Viertel der Brust. Dort ist das Gewebe meist etwas dichter. Es kann helfen, wenn Sie die jeweils freie Hand zur Unterstützung unter die zu untersuchende Brust legen. Drücken Sie abschließend die Brustwarze leicht zwischen Daumen und Zeigefinger und achten Sie darauf, ob Flüssigkeit austritt.

Was wäre, wenn ... die Zeit der Ungewissheit – Barbara, Diagnose 1989

Tasten im Liegen

Wiederholen Sie das Abtasten mit Ihrer bevorzugten Methode im Liegen. Strecken Sie den Arm auf der zu untersuchenden Seite vom Körper weg. Der untere Bereich der Brust sowie die Achselhöhle können nun gut abgetastet werden.

Fallen Ihnen Veränderungen, Verdickungen oder Knoten beim Selbstabtasten im Stehen oder Liegen auf, sollten Sie diese unbedingt von einem Arzt untersuchen lassen. Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto höher ist die Heilungschance.

Fragen für die Selbstuntersuchung

  • Haben sich Größe oder Form der Brust verändert?
  • Unterscheiden sich die Brüste deutlich voneinander?
  • Können Sie Einziehungen, Falten oder Vorwölbungen erkennen?
  • Sind Rötungen oder Entzündungen zu sehen?
  • Ist das Gewebe an bestimmten Stellen verhärtet?
  • Ist eine Brustwarze eingezogen oder gerötet oder tritt Flüssigkeit aus?
  • Haben Sie Schmerzen im Bereich der Brust?

Zyste, gutartiger Tumor oder Krebs?

Mammografie-Screening

Die Mammografie ist eine Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust. Sie dient der Früherkennung von Brustkrebs bei Frauen, auch bei jenen ohne Symptome. Jede gesetzlich versicherte Frau zwischen 50 und 69 Jahren wird alle zwei Jahre zum Mammografie-Screening eingeladen. Hierbei untersuchen zwei Ärzte die Röntgenbilder unabhängig voneinander. Die Untersuchung, deren Kosten die Krankenkassen tragen, ist Bestandteil der Richtlinien über die Früherkennung von Krebserkrankungen.

Bei den meisten tastbaren Veränderungen handelt es sich um harmlose Zysten oder gutartige Tumoren, z. B. Fibroadenome. Sie lassen sich klar vom umliegenden Gewebe abgrenzen und unter der Haut verschieben. Auf Druck reagieren Zysten zudem oft leicht schmerzempfindlich. Ist ein Knoten jedoch eher unscharf begrenzt, verhärtet und fühlt sich uneben an, liegt der Verdacht auf Brustkrebs schon näher. Befindet sich der Knoten direkt unter der Haut, kann er sich auch durch sichtbare oder fühlbare Hautveränderungen bemerkbar machen. Weisen die Lymphknoten in der Achselhöhle einen veränderten Tastbefund auf, kann dies ein Hinweis auf Brustkrebs und einen sich ausbreitenden Tumor sein. Da jedoch auch Entzündungen diese Symptome verursachen können, ist für eine klare Diagnosestellung in jedem Fall ein Arztbesuch nötig.