Lymphödeme

Bei einer Operation im Rahmen einer Brustkrebstherapie werden neben dem Tumorgewebe häufig auch nahegelegene Lymphknoten aus der Achselhöhle entfernt. Durch die Unterbrechung der Lymphwege kann es zu einem Lymphödem kommen. Dies ist eine Flüssigkeitsansammlung, die sich, meist einige Monate nach einer Brustoperation, an Brustwand, Arm, Hand und Fingern bilden kann und sich durch Schwellungen bemerkbar macht. Durch manuelle Lymphdrainagen (MLD), Kompressionsbandagen oder -strümpfe, gezielte Übungen und in einigen Fällen durch eine weitere Operation können Lymphödeme behandelt werden. Die Wahrscheinlichkeit, an einem Lymphödem zu erkranken, steigt mit der Anzahl der entnommenen Lymphknoten. Meist wird heutzutage nur der Wächterlymphknoten entfernt (Sentinel-Node-Biopsie). Dadurch sinkt das Risiko für ein späteres Lymphödem erheblich.